Finaltag bei Westwind und Sonne | 6. September 2026
Andrè Budzien ist Internationaler Deutscher Meister in der OK-Jolle 2026
Der Finaltag der Internationalen Deutschen Meisterschaft der OK-Jollen am Schanzenberg präsentierte sich von seiner besten Seite: Sonnenschein und eine vielversprechende Westwindprognose sorgten für ideale Voraussetzungen für den Kampf um die Meisterschaft. Besonders spannend war der Blick auf die Spitze des Feldes. Der Niederländer Pim van Vugt und Andrè Budzien vom Schweriner Yacht-Club gingen mit lediglich einem Punkt Abstand in den abschließenden Regattatag. Erstmals wurde zudem in Gold- und Silberfleet gesegelt.
Pünktlich um 11:00 Uhr konnte die erste Wettfahrt des Tages gestartet werden. Aufgrund extremer Winddreher musste diese jedoch abgebrochen werden. Beim zweiten Startversuch stabilisierten sich die Bedingungen spürbar, sodass die sechste Wettfahrt unter fairen Bedingungen gesegelt werden konnte. An der Zielkreuz lagen die beiden Titelanwärter bereits in Führung. Im Ziel setzte sich schließlich Andrè Budzien knapp vor Pim van Vugt durch.
Die Wettfahrtleitung unternahm anschließend den Versuch, eine zweite Tageswettfahrt für beide Fleets zu starten. Nachdem der Wind zwischenzeitlich deutlich nachgelassen hatte und erneut starke Dreher auftraten, wurde zunächst Startverschiebung signalisiert. Ein letzter Anlauf für eine weitere Wettfahrt des Goldfleets endete schließlich mit einem Allgemeinen Rückruf. Da damit die Frist für das letzte mögliche Ankündigungssignal überschritten war, blieb es bei einer gewerteten Wettfahrt am Finaltag.
So fiel die Entscheidung um den Meistertitel denkbar knapp aus: Andrè Budzien und Pim van Vugt beendeten die Meisterschaft punktgleich und mit identischer Anzahl an ersten und zweiten Plätzen. Ausschlaggebend war schließlich die Regel des letzten besseren Ergebnisses, sodass sich Andrè Budzien den Titel des Internationalen Deutschen Meisters der OK-Jollen 2026 sichern konnte. Pim van Vugt gewann die Silbermedaille, während Cord Prignitz vom RSC92 die Meisterschaft als Dritter abschloss.
Mit sechs anspruchsvollen Wettfahrten, wechselhaften Bedingungen und einem spannenden Finale ging damit die Internationale Deutsche Meisterschaft der OK-Jollen 2026 am Schanzenberg zu Ende.











Fotos: Holger Braack
Anspruchsvolle Windbedingungen ermöglichen zwei Wettfahrten | 5. September 2026
Am dritten Tag der Int. Deutschen Meisterschaft der OK-Jollen erwartete die Seglerinnen und Segler stürmischer Wind auf dem Ratzeburger See. Auf der Regattabahn vor Pogeez wurden bereits zum ersten Start Windgeschwindigkeiten von bis zu 20 Knoten gemessen. Nach der ersten Wettfahrt konnte zeitnah die zweite gestartet werden, während der Wind weiter in Böen auf bis zu 26 Knoten.
Während des Zieldurchgangs der zweiten Gruppe frischte der Wind mit einer aufkommenden Regenzelle deutlich auf. Aufgrund der Windbedingungen wurde die dritte für den Tag geplante Wettfahrt nicht mehr gesegelt.
Am Ende von Tag drei liegt Pim van Vugt aus den Niederlanden mit einem Punkt in Führung. Auf dem Silberrang startet André Budzien vom Schweriner Yacht-Club gefolgt von Ulli Kurfeld aus Wismar in die Finalserie. Am Sonntag stehen noch zwei finale Wettfahrten im Gold- und Silberfleet an. Das erste Ankündigungssignal ist für 11:00 Uhr geplant.
Foto: Sven Siekaup
Regen, Regen und wechselhafter Wind | 4. September 2026
Der zweite Tag der Meisterschaft war von Regen geprägt. Bereits zum Auftakeln der Boote bewahrheitete sich die Wetterprognose, in der über ganz Norddeutschland eine konstante Regenfront hing. Mit dem ersten Startversuch nahm der zuvor noch ausreichende Wind leider ab, sodass nach einem Rückruf das Feld ohne eine gestartete Wettfahrt gegen 11.50 Uhr wieder in den Hafen geschickt wurde.
Die Startverschiebung an Land wurde von den Seglerinnen und Seglern genutzt, um sich mit Kaffee, Kuchen und weiteren Snacks zu stärken. Dank der Sponsoren der diesjährigen Meisterschaft konnte die Pause zudem für die Tombola genutzt werden, bei der unter den Teilnehmenden allerlei Nützliches für den Regattasport verlost wurde.
Um 15 Uhr endete die Startverschiebung an Land, da sich der Wind auf dem Ratzeburger See wieder durchsetzte. Pünktlich konnte um kurz nach 16 Uhr die erste Tageswettfahrt gestartet werden. In dieser konnten sich insbesondere die Seglerinnen und Segler behaupten, die mit dem Westwind gut zurechtkamen und die Dreher für sich nutzen konnten. Aufgrund der sich nähernden nächsten Regenfront und dem damit einhergehend stark drehendem Wind konnte am Freitag keine weitere Wettfahrt mehr gesegelt werden.
Für Samstag sind in Folge drei weitere Wettfahrten in der Qualifikationsserie geplant. Bei einer kräftigen Windprognose haben die Teilnehmenden die Chance, weitere Punkte für die Finalserie am Sonntag zu sammeln und zudem den Streicher einzufahren.




















Fotos: Holger Braack
Gelungener Auftakt der IDM auf dem Ratzeburger See | 3. September 2026
Mit zwei spannenden Wettfahrten ist die Internationale Deutsche Meisterschaft der OK-Jollen 2026 auf dem Ratzeburger See erfolgreich gestartet. Die Teilnehmer fanden am ersten Wettfahrttag sehr gute Segelbedingungen vor. Bei südwestlichem Wind mit 10 bis 16 Knoten und wechselhaftem Wetter zeigte sich der See von seiner anspruchsvollen Seite.
Zum ersten Start wehte der Wind noch mit kräftigen 16 Knoten über das Revier. Nach einer kurzen Rückrufphase präsentierte sich das Feld anschließend äußerst diszipliniert. Frühstarts blieben aus, sodass beide Wettfahrten fair und sportlich gesegelt wurden. Im Laufe des Tages sorgten zwei Regenschauer für wechselnde Bedingungen und eine allmähliche Abnahme des Windes, was von den Seglerinnen und Seglern taktisches Geschick und Konzentration verlangte.
Besonders an der Leetonne waren zahlreiche packende Zweikämpfe zu beobachten. Immer wieder wurden Positionen eng erkämpft, während die wechselnden Windverhältnisse für zusätzliche Spannung sorgten.
Das Wettfahrtleitungsteam und die Teilnehmer zeigten sich nach dem ersten Tag zufrieden. „Wir haben heute einen hervorragenden Auftakt erlebt. Anspruchsvolle Bedingungen, faire Wettfahrten und spannende Duelle auf dem Wasser. Genau so wünscht man sich den Start einer Deutschen Meisterschaft“, fasste das Wettfahrtleitungsteam den Tag zusammen.
Nach dem ersten Tag wird das Feld von Mathias Rieck angeführt, der in den beiden Wettfahrten einen ersten und einen zweiten Platz im gelben Fleet belegte. Auf dem Silberrang folgt Pim van Vugt aus den Niederlanden mit einem Punkt Vorsprung zu Cord Prignitz aus Rostock. Andreas Pich vom Lübecker Yacht-Club ist als führendes Lübecker Boot auf dem zwölften Rang.
Für den zweiten Wettfahrttag sind bei voraussichtlich etwas stärkerem Wind drei Wettfahrten geplant. Das erste Ankündigungssignal ist für 11:00 Uhr vorgesehen. Nach aktueller Prognose werden die Rennen von Groß Sarau und Pogeez aus erneut gut zu beobachten sein. Angesichts der engen Punktabstände an der Spitze verspricht auch der zweite Wettfahrttag spannende Positionskämpfe auf dem Ratzeburger See.






















Fotos: Holger Braack
Ausblick auf die IDM der OK-Jollen | 29. August 2026
82 Segler aus sechs Nationen zu Gast in Groß Sarau
Vom 3. bis 6. September 2026 richtet der Lübecker Segler-Verein von 1885 e.V. (LSV) gemeinsam mit dem Segel-Club Hansa von 1889 e.V. (SCH) die Internationale Deutsche Meisterschaft der OK-Jollen am Schanzenberg in Groß Sarau aus. Mit 82 gemeldeten Teilnehmern aus sechs Nationen gehört die Veranstaltung zu den größten Segelereignissen auf dem Ratzeburger See in diesem Jahr.
An vier Wettkampftagen sind insgesamt zehn Wettfahrten geplant. Die Segler treten dabei in der sportlichen Einhandbootklasse OK-Jolle gegeneinander an, die seit Jahrzehnten für anspruchsvollen und technisch hochwertigen Segelsport steht.
Für die beiden veranstaltenden Vereine ist die Meisterschaft ein besonderer Höhepunkt. Zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind seit Monaten mit den Vorbereitungen beschäftigt, um den Teilnehmern und Gästen optimale Bedingungen an Land und auf dem Wasser zu bieten.
Dass die Wahl des Austragungsortes auf den Schanzenberg fiel, kommt nicht von ungefähr. Bereits bei den jährlichen Frühjahrswettfahrten konnten die beiden Vereine wertvolle Erfahrungen mit den OK-Jollenseglern sammeln. Die Regatta wurde von den Teilnehmern sehr positiv aufgenommen und bestätigte die Eignung des Reviers für größere Meisterschaften.
„Wir freuen uns sehr, die OK-Jollen zur Deutschen Meisterschaft am Schanzenberg begrüßen zu dürfen. Die hohe Meldezahl zeigt die Attraktivität der Klasse und unseres Reviers. Unser Dank gilt schon jetzt den vielen Helferinnen und Helfern, die eine solche Veranstaltung erst möglich machen“, freut sich das Organisationsteam von LSV und SCH.
Die ersten Wettfahrten sind für Donnerstag geplant. Die neuen Internationalen Deutschen Meister werden nach Abschluss der letzten Wettfahrten am Sonntag gekürt.



